Newsletter – Juni 2014

Inhalt:

  1. Über uns
    1. Kurzinfo zu MusBelt
    2. Übersicht zu allen Projektpartnern + Fotos
    3. Programmgebiet INTERREG IVA „Fehmarnbeltregion“
  2. Steuerungsgruppentreffen
  3. Vorstellung des Programms INTERREG 5A in Lübeck
  4. NEMO
  5. Sommerworkshop

 


Überblick

Über uns

Das Projekt

MusBelt ist ein Projekt das die Etablierung eines deutsch-dänischen Museumsverbundes vorbereitet. Es dient somit als ein Brückenprojekt das den Grundstein für weitere grenzüberschreitende Folgeprojekte legt. Das Projekt läuft von Januar bis Dezember 2014 und wird mit Mitteln des Programms INTERREG IVA „Fehmarnbeltregion“ gefördert.

Mit MusBelt wird ein Netzwerk etabliert das Akteure der gesamten Fehmarnbeltregion miteinander verbindet. Die Mitglieder dieses Netzwerks repräsentieren nicht nur einen Großteil der kulturhistorischen Werte und Sehenswürdigkeiten welche die Region attraktiv machen (die Projektpartner hatten 381.660 Besucher im Jahr 2012); sie vermitteln und erforschen diese Werte auch regional, national und international – und sie tragen so aktiv zur Bildung einer regionalen Identität bei. Ab 2015 ist eine Erweiterung des geografischen Aktionsrahmens angestrebt, und Akteure aus der Region Süddänemark-Schleswig sollen in die Aktivitäten einbezogen werden.

MusBelt verbindet Museen und Universitäten/Hochschulen grenzüberschreitend miteinander und unterstützt die Bildung einer leistungsfähigen Infrastruktur für grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf den Gebieten des Kulturerbes, der Forschung und der Vermittlung. Kernpunkte des Projektes sind die grenzüberschreitende Vernetzung von Museumsarbeit und Forschung, sowie die Entwicklung einer nachhaltigen Organisationsstruktur für dieses Netzwerk.

Diesen Kernzielen sind mehrere Einzelziele zugeordnet:

  1. Förderung des länderübergreifenden Informationsaustausches zwischen den Museen
  2. Etablierung eines länderübergreifenden Netzwerkes von Museen und Forschungseinrichtungen
  3. Ausloten von Möglichkeiten für gemeinsame länderübergreifende Aktivitäten und Projekte
  4. Erarbeitung eines Konzeptes und Geschäftsmodells für einen deutsch-dänischen Museumsverbund
  5. Zusammenarbeit zwischen Museumsverbund, Universitäten und Hochschulen mit dem Ziel der Etablierung eines Akademischen Rates
  6. Einbindung der Freundeskreise und freiwilligen Mitarbeiter der Museen in diese Aktivitäten


Die Projektpartner

Die Partner des Projektes MusBelt sind von deutscher Seite die Kulturstiftung Hansestadt Lübeck (ein Verbund von zehn Museen), das Oldenburger Wallmuseum und die Fachhochschule Lübeck. Auf dänischer Seite sind es das Museum Lolland-Falster (ein Verbund von vier Museen), das Fuglsang Kunstmuseum und die Roskilde Universität. Das Museum Lolland-Falster ist Leadpartner des Projektes. Hier ist auch das Projektsekretariat angesiedelt.

Das Projekt wird darüber hinaus durch 12 Kooperationspartner unterstützt. Die deutschen Kooperationspartner sind der Kreis Plön, die Kulturstiftung Ostholstein, das Museum des Kreises Plön, das Ostholsteinmuseum in Eutin, das zeiTTormuseum in Neustadt und das Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL). Die dänischen Kooperationspartner sind DREAM (Danish Research Center on Education and Avanced Media Materials), die Guldborgsund Kommune, das Projekt KulturLINK, die Kulturstyrelsen (Staatliche Kulturbehörde), die Lolland Kommune und die Kulturstyrelsen (Staatliche Kulturverwaltung).

Die Ansprechpartner für das Projekt sind:

partner_ksl Kulturstiftung Lübeck
Hans Wißkirchen
partner_owm Oldenburger Wallmuseum
Stephanie Barth
partner_fhl Fachhochschule Lübeck
Rolf Granow
partner_mlf Museum Lolland-Falster
Ulla Schaltz
partner_fkm Fuglsang Kunstmuseum
Anne Højer Petersen
partner_ruc Roskilde Universitet
Carsten Tage Nielsen

Projektleitung – Dirk Keil

Kontakt:
Projektsekretariat MusBelt,
c/o Museum Lolland-Falster, Frisegade 40, 4800 Nykøbing F, Danmark
E-Mail: [email protected]

Das Programmgebiet INTERREG IVA ”Fehmarnbeltregion”

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Das Gebiet umfasst auf deutscher Seite die Kreise Ostholstein und Plön sowie die Hansestadt Lübeck. Auf dänischer Seite ist die Region Seeland Teil des Programmgebietes.
http://www.fehmarnbeltregion.net/dk/home/


Überblick

 

Steuerungsgruppentreffen

Am 7. Mai fand das Frühjahrstreffen der Steuerungsgruppe im Fuglsang Kunstmuseum statt, an dem Vertreter aller Projektpartner teilnahmen. Gegenstand der Beratungen war die Zukunft der weiteren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Museen und akademischen Forschungseinrichtungen beiderseits des Fehmarnbelts. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Etablierung eines grenzüberschreitenden Museumsverbundes.

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Es wurde vereinbart, dazu vom 28. bis 29. August einen Sommerworkshop durchzuführen, auf dem in einem breiteren Rahmen die bisherigen Ergebnisse der Zusammenarbeit, Inhalte und Strukturen des Verbundes, gemeinsame Projektentwürfe und Fragen der Finanzierung diskutiert werden sollen. Als Schwerpunktbereiche der Zusammenarbeit wurden die grenzüberschreitende wissenschaftliche Kooperation, der Aufbau einer effizienten und leistungsfähigen Verbundstruktur und die Durchführung von gemeinsamen Pilotprojekten definiert.

Pilotprojekte

Es wurde beschlossen vier Pilotprojekte sowie ein Querschnittsprojekt zu konzeptionieren. Diese Konzepte sollen dann auf dem Sommerworkshop evaluiert werden. Darauf folgend wird dann eines dieser Projekte oder eine Kombination mehrerer Projekte die Basis für einen Förderantrag an INTERREG 5a sein. Die zu entwickelnden Konzepte umfassen:

  • Die Entwicklung eines zweisprachigen MOOC (Massive Open Online Course) zu Themen des dänisch-deutschen Kulturerbes.
  • Die Entwicklung eines dezentralen Ausstellungs- und Vermittlungsprojektes unter dem gemeinsamen Rahmenthema ”Landschaft in Veränderung”. Die Ausstellungen und das Vermittlungsprogramm sollen in verschiedenen Orten im dänischen und deutschen Teil der Region präsentiert werden.
  • Das Ausloten von Möglichkeiten, inwieweit bestehende erfolgreiche dänische und deutsche Vermittlungsprojekte für Schüler und Jugendliche miteinander vernetzt und in das jeweils andere Land übertragen werden können.
  • Die Arbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeitern an Museen. Hierbei soll es darum gehen, Erfahrungen auszutauschen und Modelle zu entwickeln, wie ehrenamtliche Mitarbeiter an Museen am besten eingesetzt werden können. Themen hierbei sind A) die Qualifizierung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die ihnen einen erfolgreichen Einsatz im Museum und eine für sie nützliche Ausbildung ermöglicht, und B) die Vermittlung von Arbeitserfahrungen und Erlebnissen in Museen des jeweils anderen Landes.
  • Die Verbesserung hinsichtlich der Sprachkompetenz an Museen. Die dänische bzw. deutsche Sprachkompetenz betrifft als ein Querschnittsthema alle anderen vier Projektkonzepte gleichermaßen. Texte sollen beiderseits der Grenze in guter Übersetzung und leicht verständlicher Sprache vorliegen. Parallel dazu soll der Spracherwerb der Museumsmitarbeiter nach Möglichkeit gefördert werden.

Inhalte und Strukturen des Museumsverbundes

Die Steuerungsgruppe schlägt vor, dass der Verbund MusBelt vorrangig folgende Aufgaben erfüllen soll:

  1. gute Rahmenbedingungen für das grenzübergreifende Teilen von Wissen in der Region schaffen,
  2. Vermittlung von Informationen und Kontakten,
  3. grenzüberschreitendes Marketing und PR befördern sowie Museumsthemen den dänischen und deutschen Tourismusverbänden vermitteln, und
  4. grenzübergreifende Museumsthemen an Vertreter von Politik und Kulturverwaltung weiterleiten.

Dazu ist es notwendig, ein zentrales zweisprachiges Sekretariat des Verbundes einzurichten. Dieses soll dauerhaft als eine zentrale Schnittstelle und Serviceinstitution für die Museen fungieren. Weiterhin soll es die Museen bei der administrativen Arbeit im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Projekten unterstützen.

Für weite Bereiche der Kommunikation des Verbundes bietet sich die Nutzung des Internet an. Auf der Beratung der Startschuss für die Homepage des Projektes MusBelt gegeben (www.musbelt.net). Diese Homepage soll langfristig zu einer Informationsschnittstelle für dänische und deutsche FachkollegInnen ausgebaut werden. Derzeit informiert die Homepage ausschließlich über das auf ein Jahr begrenzte INTERREG-Projekt MusBelt.

Wissenschaftliche Kooperation zwischen Museen und Universitäten/Hochschulen

MusBelt sollte ausloten, wie gute Rahmenbedingungen für die Durchführung grenzüberschreitender museologischer Forschungsprojekte geschaffen werden können. Ein wichtiges Thema ist die Einrichtung von Forschungsstellen an den Museen, wobei hier oft Personal und Mittel fehlen. Die Steuerungsgruppe regt an zu evaluieren, inwieweit beispielsweise das Modell der Zentrums für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL), bei dem Museumsforschung über PhD-Stipendiaten des ZKFL realisiert wird, auf andere Museen in der Fehmarnbeltregion übertragbar wäre.

Weiterhin soll recherchiert werden, wie eine Forschergruppe etabliert werden kann, welche die Museen bei der Publikation von wissenschaftlichen Artikeln (Peer-Review) unterstützen kann. Eine akademische Fachgruppe könnte auch bei der Entwicklung und Evaluierung von grenzüberschreitenden Museumsprojekten beratend zur Seite stehen.

Die Steuerungsgruppe regt deshalb an, eine akademische Fachgruppe aufzubauen und Kandidaten für die Mitarbeit zu gewinnen. Diese sollten auch mit Hinblick auf die Entwicklung künftiger wissenschaftlicher Gemeinschaftsprojekte ausgewählt werden.


Überblick

INTERREG 5a – Präsentation in Lübeck

Am 13. Mai wurden im Lübecker Rathaus das Programm INTERREG 5a, die Mitarbeiter des Projektsekretariates und der Verwaltungsbehörde vorgestellt.

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Das Programm ist zwar von der EU-Kommission noch nicht endgültig genehmigt, aber das O.K. wir für den Herbst erwartet, und das Programm soll dann ab Januar 2015 starten. Das bedeutet, dass zwar noch keine endgültige Programmbeschreibung und auch noch keine Antragsformulare vorliegen, dass man aber dennoch mit den Arbeiten an künftigen Projekten hurtig beginnen sollte, wenn man in der ersten Antragsrunde dabei sein möchte.

Das Projektsekretariat befindet sich an der deutsch-dänischen Grenze in Kurså und die Verwaltungsbehörde in Kiel.
Detaillierte Informationen finden Sie unter diesem Link

Hier jedoch noch einige wichtige Punkte im Überblick:

  • Der Fördersatz beträgt projektabhängig max. 60 %, bei Kultur- und Tourismusprojekten sind jedoch bis 75% Förderung möglich.
  • Zeitplan und Antragstellung:
    • Kick-off-Konferenz wahrscheinlich im Herbst
    • Antragsfristen stehen noch nicht fest, einer erste Antragsrunde wird es wahrscheinlich im Herbst/Winter geben, spätere Projektanträge werden aber auch möglich sein
    • Antragsbearbeitung wird einstufig oder mehrstufig (mit Meilensteinen) sein, genaues steht noch nicht fest
    • Es gibt noch keine Antragsformulare, jedoch Formulare für Projektskizzen
    • Projektberatung ist ab sofort möglich
  • Wichtig:
    • Projekte müssen messbare Resultate erbringen, und die erwarteten Resultate müssen schon im Antrag deutlich formuliert sein (hierfür werden Indikatoren erstellt)
    • Fokus: Nachhaltigkeit Projekte sollen nachhaltig sein, d.h. schon im Antrag muss deutlich werden, wie die Resultate des Projektes auch nach Projektende weiter bestehen bleiben bzw. wie das Projekt dann weiterhin finanziert wird. Die Nachnutzung und Weiterentwicklung bereits bestehender Modelle im jeweils anderen Land wird sehr positiv gesehen (Kooperation und Erfahrungsaustausch).
    • Fokus: Nutzen Die Qualität eines Projektes wird an dem konkreten Nutzen gemessen, den das Projekt für seine Zielgruppen hat.
    • Projekte müssen einer der vier Prioritätsachsen zugeordnet werden
    • Projektdauer sollte 3 Jahre betragen
    • Projektpartner sollten möglichst durch leitenden Mitarbeiter der jeweiligen Institution repräsentiert sein (Unterschrift unter dem Antrag), man erhofft sich dadurch eine feste Bindung der gesamten Institution an das Projekt

Das Programmgebiet von INTERREG 5a verknüpft die bisherigen INTERREG-Gebiete „Fehmarnbeltregion“ und „Sønderjylland-Schleswig-K.E.R.N.“ miteinander. Es umfasst auf deutscher Seite die Kreise Ostholstein und Plön, Rendsburg-Eckernförde, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg; sowie die Städte Flensburg, Kiel, Neumünster und die Hansestadt Lübeck. Auf dänischer Seite sind die Regionen Seeland und Süddänemark Teil des Programmgebietes. www.fehmarnbeltregion.net/dk/interreg_5a/


Überblick

NEMO zeigt Interesse für MusBelt

Das deutsche Büro des Network of European Museums Organisations (NEMO) wurde durch Presseinformationen auf das MusBelt-Projekt aufmerksam und stellte über sein dänisches Büro den Kontakt zur Projektleitung her.
NEMO zeigt sich sehr interessiert am Projekt, insbesondere weil NEMO auf europäischer Ebene dem Gedanken der internationalen Museumszusammenarbeit verpflichtet ist. Während NEMO auf dem Top Level und auf sehr breiter Ebene die europäischen Museumsorganisationen vernetzt, ist MusBelt ein regionales grenzüberschreitendes Grass root Projekt, ein Projekt mit sehr konkreten Inhalten das direkt „von unten“ und nur durch die Initiative seiner Akteure entstanden ist. Diese konkrete Form der Museumszusammenarbeit ist für NEMO sehr interessant, und deshalb werden Vertreter dieser Organisation auch am MusBelt- Sommerworkshop am 28. und 29. August in Lübeck teilnehmen.


Überblick

Save the Date: Sommerworkshop am 28./29. August in Lübeck

MusBelt führt Ende August zum Sommerworkshop in Lübeck durch. Gastgeber der Veranstaltung ist die Kulturstiftung Hansestadt Lübeck, die dankenswerterweise die Räumlichkeiten für diese Veranstaltung bereitstellt.

Ziele des Workshops sind die Information A) über den derzeitigen Stand des Projektes MusBelt und B) über die Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Museen, Universitäten und Hochschulen in Europa, sowie C) das Gespräch über die weitere Entwicklung von MusBelt. Ein wichtiger Aspekt dieses Gesprächs ist die Diskussion von möglichen Pilotprojekten im Rahmen von MusBelt. Auf dem Workshop werden Konzepte für Pilotprojekte in fünf verschiedenen Bereichen zur Diskussion gestellt: Ein grenzüberschreitendes Vermittlungsprojekt für Schüler und Jugendliche; ein dezentrales Ausstellungsprojekt zu einem gemeinsamen Rahmenthema; ein Projekt zu grenzüberschreitenden wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Museen, Universitäten und Hochschulen; ein Projekt zu Arbeit mit freiwilligen Mitarbeitern an Museen; und ein Querschnittsprojekt zum Thema dänisch-deutsche Sprach- und Kulturkompetenz. Eines dieser Projekte oder eine Kombination dieser Projekte soll im Rahmen von INTERREG 5a realisiert werden.

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Innerhalb des Workshops soll den Teilnehmern darüber hinaus natürlich auch Gelegenheit gegeben werden, die reiche Museumslandschaft Lübecks zu besichtigen. Das genaue Programm steht noch nicht im Detail fest. MusBelt sendet die Einladungen und das Programm vor den Sommerferien an die Projektpartner und Kooperationspartner.
Weitere Interessenten können sich auch gern anmelden, jedoch besteht eine begrenzte Platzkapazität. Sollte Sie Interesse haben, am Workshop teilzunehmen, können Sie sich gerne per E-Mail an das MusBelt-Projektsekretariat wenden ([email protected]).